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Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte eröffnet

17.08.2001 -
In Potsdam fand am Freitagnachmittag die offizielle Eröffnungsfeier für das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG) statt. Die Auftaktausstellung "Marksteine. Eine Entdeckungsreise durch Brandenburg-Preußen", die in Anwesenheit von Ministerpräsident Manfred Stolpe, Kulturministerin Johanna Wanka, dem Vorstandsvorsitzenden der InvestitionsBank des Landes Brandenburg (ILB), Klaus-Dieter Licht, und Potsdams Oberbürgermeister Matthias Platzeck der Öffentlichkeit präsentiert wurde, ist der Höhepunkt der Gemeinsamen Landesausstellung von Berlin und Brandenburg PREUSSEN | 2001 und der Kampagne Kulturland Brandenburg 2001 des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur.

Ministerpräsident Manfred Stolpe nannte die am Freitag eröffnete Ausstellung eine weitere Etappe der Annäherungen an Preußen. Mit dem Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte am Neuen Markt gebe es nun einen festen Ort, einen dauerhaften Anlaufpunkt aller Interessierten, ein bleibendes Forum der Auseinandersetzung und einen "Anker unserer Erbsicherung als Zukunftswille". Stolpe nannte den Neuen Markt in Potsdam mit seinen vielen wissenschaftlichen Einrichtungen einen "Ort offener geistiger Auseinandersetzung". Mit dem neuen Haus erhalte dieser Platz nun den noch fehlenden, tragenden und verbindenden Eckstein. Am Neuen Markt würden die Traditionen der europäischen Aufklärung und der Toleranz vermittelt. Stolpe rief dazu auf, dieses Erbe anzunehmen, seine Geschichte mit sachlichem Blick zu erforschen und sein Ethos der Menschlichkeit wiederzuentdecken.

Für Kulturministerin Johanna Wanka ist die Eröffnung des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte ein Markstein für die Entwicklung des Neuen Markts als herausragendes touristisches Schmuckstück innerhalb der reichen Potsdamer und Brandenburger Kulturlandschaft und als kreatives und aktives Forum brandenburgischer Landesgeschichte und -kultur. "Die Verbindung zwischen Kultur, Wissenschaft und Tourismus stand bei der Entwicklung des Neuen Marktes von Anfang an im Vordergrund, denn das touristische Profil Brandenburgs wird entscheidend von seiner kulturellen Dimension geprägt", sagte die Ministerin.

Mit der feierlichen Übergabe des Kutschstalls ist für den Vorsitzenden des Vorstandes der InvestitionsBank des Landes Brandenburg (ILB), Klaus-Dieter Licht, eine architektonische und zugleich touristische Lücke am historischen Neuen Markt geschlossen worden. Licht sagte dazu: "Nach der Wiedereröffnung des Kabinetthauses im April dieses Jahres sind wir heute mit dem restaurierten Kutschstall zugleich auch unserem Ziel als Landesstrukturbank näher gekommen, eine touristische Basisinfrastruktur zu schaffen, die indirekt zur wirtschaftlichen Entwicklung im Land und in der Stadt Potsdam beiträgt."

Die Ausstellung "Marksteine" präsentiert bis zum 11. November auf 1.500 Quadratmetern vielfältige Aspekte brandenburgisch-preußischer Geschichte. Sie spürt dem wechselvollen Verhältnis von Brandenburg und Preußen nach, der gegenseitigen Prägung und des Umgangs mit der gemeinsamen Geschichte. Der zeitliche Bogen der Ausstellung umspannt den Zeitraum von der frühen Besiedelung der Region bis zur Wiederbegründung des heutigen Bundeslandes Brandenburg. Der Besucher lernt Brandenburg als reiche Kulturlandschaft kennen, deren immer noch vorhandene Schätze die Ausstellung in verblüffender Vielfalt präsentiert. Inhaltlich greift die Ausstellung Ereignisse und Themen auf, die für Brandenburg bis heute prägend sind: Sie zeigt, wie Kirche, Militär und Toleranz das Land veränderten, erzählt vom Alltag und der Kultur der Bauern und schildert die Bedeutung des Landadels für die kulturelle Entwicklung des Landes, aber auch Landwirtschaft und Gartenbau.

Seit Juni 2000 wird der Kutschstall restauriert und das Gebäude für das neugegründete Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG) umgebaut. Es wird Mittelpunkt des neu entstehenden "Tourismusforum Neuer Markt" in Potsdam sein, das Einrichtungen der Wissenschaft, Forschung, Kultur und des Tourismus vereint. Eigentümerin ist die Tourismusforum Potsdam GmbH, eine 100%ige Tochter der InvestitionsBank, die Investitionen von 35 Mio. DM für das Gesamtprojekt tätigt. Die Finanzierung wird aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" des Ministeriums für Wirtschaft sowie Darlehen der ILB sichergestellt. Portal und Quadriga des Kutschstalls wurden durch Spenden von Prof. Hasso Plattner über die Deutsche Stiftung Denkmalschutz sowie Fördermittel der Deutschen Bundesstiftung Umwelt unterstützt.

Für die Ausstattung und die Eröffnungsausstellung "Marksteine" stellten das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, der Bundesbeauftragte für Kultur und Medien und die Landeshauptstadt Potsdam (Hauptstadtvertrag) 3,8 Millionen DM zur Verfügung.

In den historischen Nebengebäuden im rückwärtigen Bereich und in einigen wenigen Erweiterungsbauten entstehen bis 2003 Räumlichkeiten für geisteswissenschaftliche Forschungseinrichtungen sowie für Gastronomie und Geschäfte. Das Areal wird von der Tourismusforum Potsdam gemeinsam mit Prof. Hasso Plattner als privatem Bauherren in enger Abstimmung mit der Stadt und dem Land entwickelt.

Geschichte des Gebäudes:

Das Gebäude wurde in seinem Kern bereits unter dem Großen Kurfürsten 1671 als Pferdestall errichtet. Schon unter König Friedrich Wilhelm I. diente es ausschließlich der Unterbringung von Kutschpferden. 1787-89 baute der Hofbaumeister Andreas Ludwig Krüger den Kutschstall im frühklassizistischen Stil um und erweiterte ihn. Die Tordurchfahrt bekrönt eine Figurengruppe in Gestalt einer Quadriga, ausgeführt von den Gebrüdern Johann Christoph und Michael Christoph Wohler sowie Johannes Eckstein. Die Figur des Kutschers ist ein lebensnahes Porträt des königlichen Leibkutschers Friedrichs II., Johann Georg Pfund.

Aufgaben des HBPG:

Das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte hat als Ausstellungs- und Veranstaltungshaus ohne eigene Sammlung die Aufgabe, mit seinen vielfältig nutzbaren Räumen ein Forum für die Auseinandersetzung mit der Geschichte und Kultur Brandenburgs und Preußens zu bieten. Im Erdgeschoss ist ein Informationszentrum vorgesehen, das vor allem für Besucher Potsdams eine erste Anlaufstelle sein wird und einen Einstieg in die Geschichte Brandenburg-Preußens sowie die Stadtgeschichte Potsdams ermöglicht. Zusätzlich bietet das Haus auf ca. 720 Quadratmetern im 1. Obergeschoss sowie im barocken Dachgeschoss Ausstellungsflächen an, die von den Museen des Landes für Sonderausstellungen, aber auch für Landesausstellungen zu übergreifenden Themen genutzt werden können. Darüber hinaus stehen ein Veranstaltungsbereich und ein Vortragssaal zur Verfügung.

Perspektive:

In der jetzigen Gründungsphase wird das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte vom Museumsverband des Landes Brandenburg e.V. getragen. Ab 2002 wird es in eigener Rechtsform arbeiten. Parallel zur Fertigstellung der Bauarbeiten auf dem Kutschstallhof werden im Haus selbst im Jahr 2002 verschiedene Ausstellungen und Veranstaltungen durchgeführt. Geplant ist u.a. die Ausstellung "700 Jahre Literatur in der Mark Brandenburg", die vom Brandenburgischen Literaturbüro in Zusammenarbeit mit der Akademie der Künste Berlin-Brandenburg vorbereitet wird. Mit der Inbetriebnahme des gesamten Komplexes Anfang 2003 wird auch das HBPG seine Dauerausstellung eröffnen.

Eckdaten

Ort: Kutschstall am Neuen Markt/Potsdam
Laufzeit: 18. August 2001 - 11. November 2001
Öffnungszeiten: täglich 10 - 19 Uhr, am 18. und 25. August: 10 - 24 Uhr
Eintrittspreise: 6DM/erm. 4 DM, Mittwoch frei, Schulklassen nach Anmeldung frei
Führungen: 45 DM (bis max. 20 Pers.), zzgl. erm. Eintritt 4 DM, Schulklassen: 25 DM
Weitere Informationen: Tel. 03 31/2 01 39 49, Internet: www.marksteine.de

Ansprechpartner

Regierungssprecher:
Florian Engels

Tel.: (0331) 866-1208
Fax: (0331) 866-1415

Stellvertretende Regierungssprecherin
Gerlinde Krahnert
Tel.: (0331) 866-1227

Koordinierung der Presse- und Informationsarbeit der Landesregierung
Hans Völkel
Tel.: (0331) 866-1252
Fax: (0331) 866-1416
E-Mail: presseamt@stk.brandenburg.de

Strategische Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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Tel.: (0331) 866-1250
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Koordinierung der Öffentlichkeitsarbeit
der Landesregierung
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Tel.: (0331) 866-1223
Fax: (0331) 866-1450

Online-Portale
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